Angeblich soll es einem 14-jährigen Schüler im polnischen Lodz gelungen sein, ein fernbedienungsähnliches Gerät zu entwickeln, mit dem er die Straßenbahnweichen umstellen konnte. Dazu muss man wissen, dass Straßenbahnweichen typischerweise nicht von einem zentralen Stellwerk aus kontrolliert werden (wie bei der richtigen Eisenbahn), sondern jedes Fahrzeug die jeweils vor ihm liegende Weiche nach einem vorprogrammierten Muster (je nach Linie) per Funk, Infrarot oder manuell durch den Fahrer umstellt.
Bei richtigen Eisenbahnen werden Weichen und Signale typischerweise (noch) über Kabel gesteuert. Deshalb vermute ich, dass es dort nicht so einfach möglich ist, Manipulationen vorzunehmen, ohne aufzufallen. Allerdings sieht der einheitliche europäische Bahntechnikstandard ETCS teilweise auch eine Kommunikation per GSM-R (einer speziellen GSM-Variante für die Bahn). Noch gibt es nicht so viele Bahnstrecken, bei denen ausschließlich diese Technologie als Signaltechnik benutzt wird. Es wäre aber mal interessant, in Erfahrung zu bringen, ob man sich dabei auf die Standard-GSM-Verschlüsselung verläßt (die bekanntermaßen nur begrenzt sicher ist) oder noch ein eigenes Verschlüsselungsverfahren draufsetzt.
Update: Nach dieser Siemens-VDO-Broschüre verwendet die Freiburger Straßenbahn z.B. auch Infrarot-Baken für einige Funktionen (Ortung und Daten laden, was immer das auch ist)