Archiv nach Kategorie "Kreativer Widerstand"

Fingerabdruck-Aktion jetzt auch in GB

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand Mit Tags, , , bei 09.04.2008 von niklasd

Die Fingerabdruck-Aktion des CCC findet jetzt Nachahmer in Großbritanien: Die Bürgerrechtsorganisationen NO2ID und Privacy International haben ein Kopfgeld von 1000 Pfund auf einen Fingerabdruck von Premierminister Gordon Brown oder Innenministerin Jaqui Smith ausgeschrieben.

Unaufgeregtes Tschechien

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand Mit Tags, , , bei 31.03.2008 von niklasd

Die Künstler, die letztes Jahr einen Atompilz in das Bild einer TV-Wetterkamera einfügten, sind freigesprochen worden. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, welche Terrorismusanklagen man daraus hätte konstruieren können. Das Urteil kann allerdings noch revidiert werden.

Schäubles Fingerabdruck veröffentlicht

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand Mit Tags, , , , bei 29.03.2008 von niklasd

Der CCC hat in der neuesten Ausgabe der Mitgliederzeitschrift “Datenschleuder” den Fingerabdruck von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble veröffentlicht (Der Fingerabdruck ist anscheinend hier auch online verfügbar). Dem Heft liegt auch eine Attrappe bei, die man sich auf die Fingerkuppe kleben kann, so dass man sich an allen Orten, an denen Fingerabdrücke abgenommen werden, als Wolfgang Schäuble ausgeben kann.

Die Hacker- und Bürgerrechtsorganisation möchte damit gegen die Einführung biometrischer Ausweise protestieren und die Unsicherheit des ganzen Verfahrens unter Beweis stellen.

Update: Die Aktion sorgt für ordentlich Medienaufmerksamkeit, so ist der Artikel darüber z.B. gerade auf der Startseite der ZEIT, mit der Überschrift “Schäubles Zeigefinger gehackt“. Hihi.

Jetzt wird’s boulevardesk

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand Mit Tags, , bei 08.03.2008 von niklasd

Aber egal, richtig, so und nicht anders hat konsequente präventive Videoüberwachung von Problempolitikern auszusehen.

Plastische Chirurgie für Datenschutzbewusste

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand Mit Tags, bei 05.03.2008 von niklasd

Was Fett absaugen und Brustvergrößerungen für Topmodels, ist das Unkenntlichmachen der Fingerkuppen für Alufolienhutträger (und neuerdings auch für echte Kriminelle)

Platterwatch

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand bei 04.02.2008 von niklasd

Der eine oder andere hat vielleicht schon von der Aktion Platterwatch gelesen. Ziel ist es, den österreichischen Innenminister ganz im Sinne der präventiven Gefahrenabwehr auf Schritt und Tritt zu verfolgen, und möglichst viele Fotos und Videos über ihn ins Netz zu stellen. Schließlich geht es in der modernen Ermittlungsarbeit darum, schon Vorfeldhandlungen zu Straftaten zu erkennen und rechtzeitig angemessen darauf zu reagieren.

Ob der Eingriff in den Kernbereich der privaten Lebensgestaltung von Brigitte Zypries auch im Rahmen einer solchen Aktion erfolgte, ist dem Gefährderblog übrigens immer noch nicht bekannt.

Präventive Gefährderüberwachung

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand bei 02.02.2008 von niklasd

Eilmeldung: Im Rahmen der allgemeinen Gefahrenabwehr und der routinemäßigen Überwachung von Problempolitikern haben Spezialeinsatzkräfte eine verdeckte Wohnungsdurchsuchung bei Frau Zypries durchgeführt, bei der zwei Laptops erfolgreich beschlagnahmt werden konnten. Ich wünsche den Einsatzkräften viel Erfolg beim Auswerten der vorliegenden Datenträger. Es sollte möglicherweise vor der Rückgabe der Rechner an die Verdächtige noch eine Remote Forensic Software zur Durchführung einer Online-Durchsuchung aufgespielt werden.

Ihr wisst, für die Veröffentlichung brisanten Materials von öffentlichem Interesse gibt es Dienste wie Wikileaks. Um brisantes Beweismaterial z.B. Journalisten zuspielen zu können, sollte aufgrund der Vorratsdatenspeicherung ein Anonymisierungsdienst wie TOR verwendet werden.

Dem Social Networking Sand ins Getriebe streuen

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand bei 15.01.2008 von niklasd

Ein bißchen bin ich gerade am Überlegen, wie man Web 2.0-Diensten wie dem großem amerikanischen (Ex-)studentenportal oder dessen deutschem Plagiat das Data-Mining zu Werbe- und Marketingzwecken etwas versauern kann. Eine halbwegs praktikable Methode scheint mir das Anlegen fiktiver Personenprofile zu sein. Gerade gab es ja z.B. die lustige Aktion mit Dr. Billy Baypack durch den Aktionskünstler Ruppe Koselleck. Sehr, sehr viele Personenprofile auf oben erwähnten Diensten dürften auch schon frei erfunden sein. Nichtsdestotrotz fehlt aber noch eine Möglichkeit, wie viele Menschen automatisiert und quasi nebenher massenhaft gefälschte Personenprofile anlegen können, ohne sie sich mühsam ausdenken zu müssen.

Die Lösung, die sich meiner Ansicht nach hier anbietet, sind digitale Puppenstuben-Simulatoren wie Die Sims. Dieses Spiel ist das meistverkaufte Computerspiel überhaupt. Es geht in diesem Spiel darum, Charaktere und Familien zu erschaffen, sie mit Berufen, Kleidung und Wohnungsgegenständen auszustatten, Beziehungen eingehen zu lassen usw. Es sollte also Millionen von Menschen geben, die nebenher und quasi spielerisch fiktive Personenprofile erstellen. Dieses Spiel - passend erweitert - oder ein noch zu entwickelndes ähnliches Spiel, könnte man also benutzen, um Social-Networking-Anwendungen mit Millionen gefälschter Nutzerprofile zu überschwemmen. Es müsste nur der Anmeldevorgang elegant in die Benutzeroberfläche des Spiels integriert sein, den Rest könnte man bei manchen Diensten über das API erledigen. Diese fiktiven Mitglieder könnten dann noch zufällige Webseiten bei delicio.us bookmarken oder zufällige frei verfügbare Flickr-Bilder “hochladen”.

Quasi ein großes Sozialnetzwerk-Verwischungs-Mashup. Der Vorteil eines Puppenstubensimulators wäre auch, dass die dortigen Charaktere in der heutigen Lebenswelt angesiedelt und daher leichter auf Personenprofile abbildbar sind als Charaktere in einem Science-Fiction- oder Fantasy-Rollenspiel wie “World of Warcraft”.

Nie alles glauben, was ihr im Fernsehen seht

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand bei 07.01.2008 von niklasd

Sonst geht’s Euch wie den tschechischen Zuschauern, die über diese Bilder einer Wetter-Webcam am Morgen des 17.6.2007 nicht schlecht staunten:

Nette Aktion, fast so gut wie die Radioübertragung von “Krieg der Welten” 1938. Die tschechischen Strafverfolgungsbehörden verstehen allerdings keinen Spaß, und so drohen den Hackern jetzt bis zu drei Jahre Haft.

Ergänzung: Ähnliche Aktionskunst gab’s auch schon in Deutschland.

Drohnen für Privatleute

Veröffentlicht in Kreativer Widerstand bei 06.01.2008 von niklasd

Mit solchen unbemannten, mit Kamera ausgestatteten Mini-Fluggeräten lässt sich beim nächsten G8-Gipfel vielleicht etwas präventive Gefährderüberwachung betreiben - was ich aber noch für sehr wichtig halte: Die Dinger müssen möglichst robust und billig sein, damit man gleich einen ganzen Schwarm losschicken kann und es nichts ausmacht, wenn einige von den Sicherheitskräften beschlagnahmt, zerstört oder abgeschossen werden.