Archiv nach Kategorie "Terrorismusbekämpfung"

Bald auch bei der USA-Ausreise Fingerabdrücke

Veröffentlicht in Terrorismusbekämpfung Mit Tags, , bei 22.04.2008 von niklasd

Kann mir jemand mal sagen, wieso man das braucht, ob die Einhaltung eines im Visum festgelegten Aufenthaltzeitraums zu überprüfen?

Das neue BKA-Gesetz

Veröffentlicht in Terrorismusbekämpfung Mit Tags, , bei 22.04.2008 von niklasd

Ganz kurz: Fefe hat das neue BKA-Gesetz auseinandergenommen.

Flickr, Steganographie und Terrorismus

Veröffentlicht in Terrorismusbekämpfung Mit Tags, , , bei 15.04.2008 von niklasd

Schon vor dem 11. September fürchtete man eine Zeit lang, dass Terroristen über versteckte Botschaften in Bildern kommunizieren, die bei Ebay-Auktionen oder auf Pornoseiten ausgetauscht werden. US-Regierungsbehörden rieten u.a. von der unveränderten Ausstrahlung von Bin-Laden-Videos ab, weil man annahm, dass geheime Botschaften in ihnen versteckt sein könnten. Neils Provos von der University of Michigan entwickelte daraufhin einen Crawler und eine Steganographie-Erkennungssoftware und untersuchte damit mehrere Millionen Bilder aus verschiedenen Quellen (Ebay, Usenet usw.) - mit negativem Ergebnis (hier ist seine Arbeit).

Trotzdem mutet es erstaunlich an, dass es immer noch möglich ist (zumindest nach diesem Experiment von 2005) in Flickr-Bildern andere Dateien zu verstecken und hinterher wieder intakt hervorzuholen. Einige Anwendungen werden hier diskutiert, man könnte z.B. damit auch Informationen an der chinesischen Internetzensur vorbeischicken. Wenn ich ein überwachungswütiger Innenminister wie Schäuble wäre, würde ich sämtlichen in Deutschland ansässigen Multimedia-Plattformen gesetzlich vorschreiben, in den gespeicherten Dateien ab und zu das eine oder andere unauffällige Bit zu kippen, um solche versteckte Kommunikation zu unterbinden. Zwar gibt es steganographische Verfahren, die gegenüber solchen einfachen Manipulationen robust sind - digitale Wasserzeichen funktionieren ja auch nicht anders - aber den einen oder anderen würde man vielleicht damit erwischen. Andererseits - wenn man Steganographie wie oben beschrieben mit statistischen Mitteln entdecken kann, warum sollte man sich die Mühe machen und sie unterbinden, was ja auffällt?

Ich halte es trotzdem für möglich, dass Flickr so etwas macht, nur eben nicht bei jedem Bild und sofort. Man sollte mal einen Langzeittest machen - eine Reihe von Bildern dort hochladen, möglichst unter verschiedenen Benutzernamen, alle paar Monate die Originale wieder herunterladen und die Prüfsummen vergleichen.

Wann ist eine Kontobewegung verdächtig?

Veröffentlicht in Terrorismusbekämpfung Mit Tags, , , , bei 04.04.2008 von niklasd

Sehr interessanter Artikel bei Technology Review über die Software, die Banken benutzen, um verdächtige Geldtransfers aufzuspüren. Da war ich ja schon ganz gut dabei mit “Sonderkonto Iran”, “Sonderkonto Osteuropa” und “Hilfsmittel” - so ungefähr meine drei zweideutigsten Überweisungsbetreffzeilen.

Und warum Elliot Spitzer abgesägt wurde, ist noch einmal eine ganz andere Geschichte

Idiotische Anti-Fotografie-Kampagne

Veröffentlicht in Terrorismusbekämpfung Mit Tags, , bei 07.03.2008 von niklasd

Neuerdings betrachtet die Londoner Polizei alle Menschen, die in der Öffentlichkeit Fotos machen, als potentielle Terroristen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Menschen auf der Straße so viel hinterherspionieren wie nirgendwo sonst in Europa, aber gleichzeitig alle, die Fotos irgendwelcher Gebäude machen, unter Generalverdacht stellen. Wenigstens haben fleißige Flickr-User zu den Propagandaplakaten schon Karikaturen gemacht :-)

Verständnisfrage

Veröffentlicht in Terrorismusbekämpfung bei 13.02.2008 von niklasd

Geht es hier wirklich um verschlüsselte E-Mails (also z.B. mit GPG) oder bloß um Codewörter wie “morgen bringen wir die Zucchini in Emmendingen auf den Markt”?

Wie echte Terroristen auf den Überwachungsstaat reagieren

Veröffentlicht in Terrorismusbekämpfung bei 30.01.2008 von niklasd

Wer hätte das gedacht: Wenn Moscheen und islamische Buchhandlungen verwanzt werden, gehen Islamisten für ihre Anschlagsplanungen einfach in den Wald. Also auf jeden Fall ein Grund, auch mitten in der Natur hier und da eine Videokamera und ein Mikrofon aufzustellen. Dass manche Terrortrainings als Paintball-Spiel getarnt werden, lässt das angeregte Gespräch einiger Jugendlicher über genau diese Freizeitbeschäftigung, das ich kürzlich im Zug bei Emmendingen mithörte, gleich in einem neuen Licht erscheinen.

Andere geben sich in konspirativen Telefongesprächen als Handyvertreter aus, wobei die genannten Handymodelle den Code bilden. Das finde ich wiederum nicht besonders beeindruckend. Interessanter wäre es da schon, Counterstrike zu spielen, wie ein Kommentator in Bruce Schneiers Blog vorschlägt. Dann kann man sich den ganzen Tag über Terroranschläge und Waffen unterhalten, ohne dass es auffällt. Hey, schon wieder ein Grund, Killerspiele zu verbieten!

Ergänzung: Deshalb ist es auch schon gefährlich, in Telefongesprächen über schwarze Beutel zu sprechen.

Soziale Hinrichtung (noch einmal)

Veröffentlicht in Terrorismusbekämpfung bei 12.01.2008 von niklasd

Wie schön, dass jetzt der Präsident des Bundesverfassungsgerichts auch mal auf die Problematik der Antiterrorlisten hinweist. Diese Listen, werden nicht nur von den USA, sondern auch von der EU und der UNO angelegt.
Auch wenn eine gewisse Notwendigkeit besteht, terroristische Anschläge schon im Vorfeld verhindern zu können: Für die Betroffenen bedeuten diese Listen eine ähnliche soziale Hinrichtung, wie Ermittlungen wegen Kinderpornoverdacht. Wer auf einer solche Liste steht, kann keine Verträge mit Banken mehr abschließen, nicht mehr in die USA einreisen und bekommt teilweise sogar die Wohnung gekündigt, wie hier beschrieben wird. Und das alles, ohne je einer konkreten Straftat überführt worden zu sein. Überhaupt nur die genauen Gründe der Auflistung zu erfahren, oder den eigenen Eintrag korrigieren bzw. streichen zu lassen, ist schwierig bis unmöglich.

Die Position des Verfassungsgerichtspräsidenten zum Flugzeugabschuss begrüße ich zwar auch, allerdings sehe ich so oder so ein moralisches Dilemma. Man kann für solche Situationen kein Gesetz formulieren, nach dem Sicherheitskräfte in jeder vorstellbaren Situation das moralisch Richtige tun.